Zum Hauptinhalt springen

Theater Basel sprengt Grenzen

Unter anderen inszenieren der Kabarettist Massimo Rocchi und die «Herbstzeitlosen»-Regisseurin Bettina Oberli erstmals für die Bühne.

Umtriebiger Spassmacher: Komiker Rocchi, neu auch am Theater Basel.
Umtriebiger Spassmacher: Komiker Rocchi, neu auch am Theater Basel.
Keystone

Aber in der kommenden Saison werden weitere Grenzen gesprengt: Unter anderen inszenieren der Kabarettist Massimo Rocchi und die «Herbstzeitlosen»-Regisseurin Bettina Oberli erstmals für die Bühne.

Bereits abgeschlossen hat der britische Künstler Ed Fornieles eine ganz besonders neuartige Form der Inszenierung: die im Programmheft abgedruckte Facebook-Sitcom «Happy Days in Basel». Sie setzt sich ironisch mit der gesellschaftlichen Relevanz des Theaters auseinander – darunter auch mit dem «Kulturinfarkt» – und endet in einer apokalyptischen Revolution.

Grenze zum übersteigen

Auch sonst steht viel Neues im Programm: So arbeitet das Theater kommende Saison mit der freien Truppe Far a Day Cage (FADC) zusammen. Unter der Regie von Thomas Schweigen sorgt sie für zwei der sieben Uraufführungen im Schauspiel: «Like a Rolling Stone» soll das Stück zum Song werden und «Vaudeville Open Air» die reanimierte französische Revue nach draussen bringen.

Eine weitere Uraufführung übersteigt die Grenze zum Publikum: Der bekannte deutsche Regisseur Volker Loesch präsentiert seine Spezialität und holt von der Realität gebeutelte Laien auf die Bühne. Diesmal sind es Kleinanleger, denn in «Angst» nach dem Bestseller von Robert Harris geht es um Börsenspekulation.

Weitere Schauspiel-Uraufführungen sind «Moses» nach dem Alten Testament, «Königinnen» - eine Recherche über das Weibliche - von Joachim Schloemer und Fritz Hauser, «Expats» über Schweizer Geschäftsleute in Shanghai und «Der Park», eine Satire auf die Schweiz, verfasst vom neuen Hausautor und Slam-Poeten Gabriel Vetter.

Bühnenregie-Debüt von Massimo Rocchi

Aus dem klassischen Repertoire gegeben werden Strindbergs «Ein Traumspiel», Shakespeares «Othello», Frischs «Biografie. Ein Spiel» sowie eine von FADC verantwortete Version von Schillers «Don Karlos». Dazu kommen dramatisierte Versionen von Goethes «Die Leiden des jungen Werther» und von Tolstois «Anna Karenina», letztere in der Regie von Bettina Oberli,

Witzig dürfte das Bühnenregie-Debüt von Massimo Rocchi werden: Joseph Haydns Opera buffa «Lo Speziale» (Der Apotheker) nach der Vorlage von Carlo Goldoni. Ein voraussichtlicher Hit wird auch das Erfolgsmusical «The Black Rider» von Tom Waits, Robert Wilson und William S. Borroughs, eine moderne Variante von Carl Maria von Webers «Der Freischütz».

Marthaler und Bieito

Ebenfalls sichere Werte sind die dem Theater Basel seit langem verbundenen Regisseure Christoph Marthaler und Calixto Bieito: Marthaler plant einen Liederabend, Bieito nimmt sich Benjamin Brittens Oratorium «War Requiem» an.

Neben der Uraufführung von «Der Sandmann» des Basler Komponisten Andrea Lorenzo Scartazzini stehen Leos Janaceks «Katja Kabanowa», Verdis «Un ballo in maschera», Jules Massenets «Manon», Mozarts «Idomeneo» und Humperdincks Kinderoper «Hänsel und Gretel» auf dem Programm. Das traditionelle Weihnachtsstück ist «Der Zauberer von Oz».

Weiter hat das Theater Basel sechs Ballettabende und vier spartenübergreifende Projekte geplant, darunter eine Jubiläumsshow und eine künstlerisch-musikalische Uraufführung von zwei Kurzopern von Schweizer Komponisten.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch