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Sie speichert die Rollen im Körper

Sie versteht gut, warum man für himmlische Verse sein Leben riskieren kann: 
die 28-jährige Schauspielerin Henriette Blumenau, der junge Fixstern am Berner Stadttheaterhimmel.

«Jeden Tag brauche ich mindestens ein Gedicht»: Henriette Blumenau.
«Jeden Tag brauche ich mindestens ein Gedicht»: Henriette Blumenau.
Franziska Rothenbühler

«Meine Traumrolle? Das ist der Caliban aus Shakespeares ‹Sturm›.» Henriette ­Blumen­au muss nicht lang überlegen, wenn sie nach den Rollen gefragt wird, die sie zu gern spielen möchte. «Wie verkörpert man so einen Fleischmenschen?

Das möchte ich unbedingt einmal ausprobieren», sagt die junge Schauspielerin, die mit ihren grossen braunen Augen, der schneeweissen Haut und den langen dunklen Locken dafür prädestiniert ist, all die jungen schönen tragischen Heldinnen zu spielen, die Gretchen, die Käthchen und die Ophelias. «Ich mag die Extreme», erklärt sie ihre Vorliebe für Shakespeares Ungeheuer. Sie mag aber nicht nur Kontraste, gern lotet sie auch ihre eige­nen Grenzen aus.

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