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Pharaonen-Pop von Elton John

Die Thunerseespiele setzen auf eine Liebesgeschichte aus dem alten Ägypten. «Aida – das Musical» gefällt szenisch, bietet aber erstaunlich wenige Ohrwürmer.

Die Liebe triumphiert über den Tod, und auch das Tief Michaela verhält sich artig: Patricia Medeen als Aida.
Die Liebe triumphiert über den Tod, und auch das Tief Michaela verhält sich artig: Patricia Medeen als Aida.
Peter Schneider, Keystone
Sophie Berner als Amneris.
Sophie Berner als Amneris.
Peter Schneider, Keystone
Patricia Meeden (Aida) und Joern-Felix Alt (Radames) verkörpern ihre Rollen mit vollem Einsatz.
Patricia Meeden (Aida) und Joern-Felix Alt (Radames) verkörpern ihre Rollen mit vollem Einsatz.
Peter Schneider, Keystone
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«Aida» unter freiem Himmel? Wer da an heisse Nächte in Verona denkt, an Avenches oder den Pfäffikersee, wo es letztes Jahr eine Freiluft-«Aida» gab, der sollte unbedingt das Kleingedruckte lesen, bevor er ins Berner Oberland aufbricht. Hinter der «Aida» am Thunersee steht nämlich nicht Verdi, der Italiener. Sondern Elton John, die britische Pop-Diva. Gesungen wird deutsch, geredet auch – viel sogar und zuweilen ziemlich banal. Die Dialoge schaffen Raum zwischen den musikalischen Nummern – und reissen sie auseinander. In dieser engagierten farbenprächtigen Thuner «Aida» findet der Musicalfan (fast) alles, was er kennt und liebt, der Opernfan wenig – und das nicht deshalb, weil Aida zeitweise im Nieselregen singt.

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