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Nun trampeln sie wieder

Anpassung oder Widerstand? Das ist die Frage, die Eugène Ionescos «Nashörner» so zeitlos macht. Auf dem Gurten zeigt Livia Anne Richard eine griffige berndeutsche Fassung des Theaterklassikers.

Endlich zusammen, doch ein Happy End ist für die beiden nciht vorgesehen: Behringer (Fredi Stauffer) und Daisy (Corinne Thalmann).
Endlich zusammen, doch ein Happy End ist für die beiden nciht vorgesehen: Behringer (Fredi Stauffer) und Daisy (Corinne Thalmann).
Hannes Zaugg-Graf

Plötzlich ist es da, das Nashorn. Ist weder Witz noch Fata Morgana, das belegt Frau Ochs’ Katze, die totgetrampelt worden ist. Aber wahrhaben will man die Existenz des Dickhäuters trotzdem nicht. Zu abstrus ist die Vorstellung, dass ein wilderndes Nashorn den beschaulichen Alltag des Städtchens stören könnte. Einen Alltag, wo der Gemüsehändler und die Beizerin die Kunden noch mit Namen kennen, wo aber Einsamkeit trotz Nähe das Herz manchmal schwer macht. Das von Behringer zum Beispiel, der sich selber nur mit Alkohol erträgt.

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