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Mozart in Paris

Das Berner Kammerorchester hat ein originelles Programm um Mozarts Paris-Aufenthalt und seine effektvoll-virtuose Pariser Sinfonie zusammengestellt.

Das Berner Kammerorchester.
Das Berner Kammerorchester.
Christian Henking

Paris als Ziel der Träume. Im 19. Jahrhundert eroberten etwa Chopin oder Liszt die Metropole, und auch Richard Wagner bemühte sich, den Erfordernissen des Grand Opéra zu genügen. Schon ein Jahrhundert früher, als die Welt noch grösser und die Distanzen noch länger waren, galt es, wollte man musikalisch reüssieren, nicht nur in Wien, Prag oder London aufzutreten, sondern auch in den Adelspalais an der Seine. Wolfgang Amadeus Mozarts Ziel war nicht weniger als der Hof von Versailles, wo er sich eine Anstellung erhoffte. Aber die Pariser Sommermonate 1778 waren eine unerfreuliche Zeit für den 22-Jährigen. Das einst gefeierte Wunderkind lebte in ärmlichen Verhältnissen, erhielt keine Aufträge, und auch Marie Antoinette, inzwischen Hausherrin in Versailles, mit der er als Kind am Wiener Hof noch herumgetobt hatte, wollte ihn nicht sehen. Der Tod von Mozarts Mutter beendete den unrühmlichen Paris-Aufenthalt. Immerhin war Mozart in Paris mit seiner 31. Sinfonie ein schöner Erfolg vergönnt. Das Berner Kammerorchester hat ein originelles Programm um Mozarts Paris-Aufenthalt und seine effektvoll-virtuose Pariser Sinfonie zusammengestellt. Der Abend beginnt mit einer ebenfalls in Paris komponierten Sinfonia concertante von Johann Christian Bach, dem jüngsten Bach-Sohn, der einigen Einfluss auf Mozarts Schaffen hatte.

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