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Liebe im Hochsicherheitstrakt

Regisseur Ingo Berk zeigt Henrik Ibsens wohl bekanntestes Theaterstück «Nora» als kühle Studie über Ängste und Zwänge – und die leisen Wonnen der Befreiung.

Der Ehemann als brutaler Dompteur: Torvald (Arne Lenk) bändigt seinen Schmetterling Nora (Sophie Melbinger).
Der Ehemann als brutaler Dompteur: Torvald (Arne Lenk) bändigt seinen Schmetterling Nora (Sophie Melbinger).
Annette Boutellier

Man mag sie sofort, diese Nora, dieses hübsche unbeschwerte Ding. Dass sie auch ein wenig verschwendungssüchtig ist, sieht man ihr nur zu gerne nach. Sie liebt ihren Mann Torvald, und neben ein paar kleinen Geheimnissen – wie das verbotene Naschen von Schokolade – hat sie auch ein grosses.

Und das ist gut verwahrt in einer eisernen Kassette, deren Versteck nur sie kennt. Neben ihrer Grosszügigkeit hat Nora auch noch eine ganz praktische Seite, die sie aber wie ihre Geheimnisse unter Verschluss hält. Und ganz selbstverständlich entwickelt sie einen Mut und eine Kompromisslosigkeit, die ihr keiner zugetraut hätte.

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