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Knistern und Kitsch

Das Theater Basel eröffnet die Saison mit der Uraufführung von «Föhn», einer leicht klamaukigen Oper nach dem letzten Text von Urs Widmer.

Eine kalauernde Karikatur: Windschiefer Bauer in «Föhn». Foto: Stefan Holenstein
Eine kalauernde Karikatur: Windschiefer Bauer in «Föhn». Foto: Stefan Holenstein

Ihr Kreuz ist hohl. Seines bucklig. In die Augen schauen sich die Bäuerin und der Bauer also nie. Wissen nicht einmal, wie der andere aussieht, aufgrund dieser Deformation corporelle. Und doch leben sie zusammen im Bann des Berges, sind an ihn herangewachsen wie eine Flechte. Und was tun sie dort? Sie warten auf die Föhnfrau. Diese beschwört das Triebhafte, das Unheimliche und Ungewisse im Menschen: «Wie viele Einsame ihretwegen in Tränen ausbrechen. Wie viele Jungfrauen ihre Fenster entriegeln. Wie viele Knechte sich mit ihren Herrschaftsfrauen im Heu wälzen», heisst es im Libretto Urs Widmers.

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