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In Raum und Zeit verirrt

Es gibt wieder eine offene Bühne im Schlachthaus. L’endroit perdu erschliesst den Ort dafür im Keller.

Verlorener Ort? Das Schlachthaus in der Rathausgasse.
Verlorener Ort? Das Schlachthaus in der Rathausgasse.
Martin Guggisberg

Sich zu verirren, kann guttun. Es kann sogar den Bewohnern einer Stadt passieren, die auf ihren täglichen Wegen am wenigsten damit rechnen. Angeregt durch die resultierende Verunsicherung muss das Neuland erkundet werden. So entdeckt man sie: die entlegenen Orte.

Nach ihnen ist die Veranstaltungsreihe l’endroit perdu benannt, die einstmals im Wasserwerk ihr Zuhause hatte. Den Flyer ziert eine verheissungsvolle Landkarte, und auf der Homepage zeigt ein Foto die beiden Begründerinnen Silja Gruner und Vera Gerber bei der kartografischen Erkundung. Natürlich liegt der gesuchte Ort hinter ihren Rücken, denn sie stehen vor dem Kellereingang des Schlachthaus-Theaters. Sie haben ihn erschlossen, die Einrichtung der Bar erneuert und laden Künstler und Publikum ein, dies alles zu erkunden. Das Format ähnelt einer offenen Bühne, die es unter dem Namen Tsunderobsi im Schlachthaus einmal gab, und schliesst somit an diese Plattform an: Aus allen Winkeln der Kunstgattungen können Darbietungen gezeigt werden, allerdings wird das Programm geringfügig kuratiert und aufeinander abgestimmt. Denn jedes Mal wird ein Motiv den Ort mitgestalten.

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