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«Ich möchte ein Pinocchio sein»

Der Komiker Massimo Rocchi hatte keine Zeit, um seinen 60. Geburtstag zu feiern – er habe etwas tun müssen. Entstanden ist sein Bühnenprogramm «Best of 6zig», das in Zürich Premiere feiert.

«Der Schweizer weiss, was ihm nicht gehört», sagt Massimo Rocchi. Foto: Samuel Schalch

«Der Schweizer weiss, was ihm nicht gehört», sagt Massimo Rocchi. Foto: Samuel Schalch

In Ihren Bühnenprogrammen haben Sie sich ausgiebig mit der Schweiz und den Schweizern auseinandergesetzt. Seit 2010 sind Sie sogar Schweizer Staatsbürger. Wie erklären Sie einem Ausländer die Schweiz?
Die Schweiz ist wie ein Schachspieler, der immer Schwarz hat. Der Schweizer eröffnet das Spiel nicht. Er schaut zuerst, was der andere Spieler macht. Wir Schweizer sind zudem hart mit uns selber. Dabei sollten wir auch Fehler akzeptieren, weil diese uns weiterbringen können. Am Zürcher Hauptbahnhof habe ich einmal einen Lokführer beobachtet. Am Ende seines Dienstes machte er mit einem Lumpen seinen Arbeitsplatz für den nächsten Lokführer sauber. Diese kleine Geste, auch das ist die Schweiz: Der Schweizer weiss, was ihm nicht gehört. Typisch für die Schweiz ist ausserdem das «Gspüri»: Die Schweizer spüren einander, fast schon mit einem tierischen Instinkt.

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