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«Ich bin nicht auf der Seite der Wahrheit»

Für den Dramatiker und Theaterregisseur René Pollesch ist das Spiel wirklicher als die Wirklichkeit. Sowieso hält er Leute, die einem auch im Leben etwas vorspielen, für interessanter.

In René Polleschs Zürcher Arbeit «Herein! Herein! Ich atme euch ein!» von 2014 drehte sich die riesige Schiffsschraube dem Publikum entgegen.
In René Polleschs Zürcher Arbeit «Herein! Herein! Ich atme euch ein!» von 2014 drehte sich die riesige Schiffsschraube dem Publikum entgegen.
Matthias Horn
Inga Busch, Marie Rosa Tietjen, Jirka Zett und Nils Kahnwald diskutieren rund um den Riesendampfer herum, als ob er nicht da wäre: eine Krankheit unserer Zeit, meint Pollesch.
Inga Busch, Marie Rosa Tietjen, Jirka Zett und Nils Kahnwald diskutieren rund um den Riesendampfer herum, als ob er nicht da wäre: eine Krankheit unserer Zeit, meint Pollesch.
Matthias Horn
Am Schauspiel Frankfurt war 2014 René Polleschs «Je t' adorno» zu sehen, hier mit Silvia Rieger, Vincent Glander und Oliver Kraushaar vor dem Strassenbahnwaggon. Das Ganze fand in der ehemaligen Strassenbahnzentrale Bockenheimer Depot statt.
Am Schauspiel Frankfurt war 2014 René Polleschs «Je t' adorno» zu sehen, hier mit Silvia Rieger, Vincent Glander und Oliver Kraushaar vor dem Strassenbahnwaggon. Das Ganze fand in der ehemaligen Strassenbahnzentrale Bockenheimer Depot statt.
Birgit Hupfeld
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Von der Schiffsschraube, die sich dem Publikum da entgegendrehte, können sie sich nicht trennen. Die behalten sie am Schauspielhaus Zürich als Souvenir einer einzigartigen Aufführung. «Herein! Herein! Ich atme euch ein!» im Schiffbau war eine heilige Pollesch-Nacht, wo ein Schiff bis an sein’ höchsten Bord geladen kam mit Lieb’ und Wort’. Das Ding war 22,8 Meter lang, 6,4 Meter breit und 5,7 Meter hoch, wassertauglich nur bedingt, debattensturmtauglich jedoch ohne Wenn und Aber.

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