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Ein toller Fang

Welche Geschichten über Frauen will man auf der Bühne sehen, welche nicht? Julia Haennis Stück «Frau verschwindet (Versionen)» ist eine gekonnte, humorvolle Abrechnung mit Klischees.

Blätterseiten als Bruchstücke eines Lebens: Drei Frauen rätseln in «Frau verschwindet (Versionen)» über das Schicksal ihrer abwesenden Nachbarin.

Blätterseiten als Bruchstücke eines Lebens: Drei Frauen rätseln in «Frau verschwindet (Versionen)» über das Schicksal ihrer abwesenden Nachbarin.

(Bild: Annette Boutellier)

Eine Frau ist verschwunden, ihre Wohnung verlassen. Die Nachbarinnen spekulieren: Wurde sie missbraucht, entführt, ermordet? Statistisch plausibel. Ist sie durchgeknallt, hat sie sich aus Liebeskummer das Leben genommen? Glaubt man Büchern, Filmen und Theater: durchaus wahrscheinlich. Aber vielleicht geht es in diesem Stück ja um etwas ganz anderes, ausnahmsweise, vielleicht ist die Frau hier keine von einem Mann verlassene Hysterikerin, die in zerrissenen Gewändern quer über die Bühne rennt.

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