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Ein Schiff besetzt den Schiffbau

«Herein! Herein! Ich atme euch ein!»: René Pollesch veranstaltet in Zürich süffig-besessenes Diskurstheater.

Hinter der Schraube: Das Turnerensemble auf der Bühne des  Schiffbaus.
Hinter der Schraube: Das Turnerensemble auf der Bühne des Schiffbaus.
Matthias Horn
Wasser marsch: Das Ensemble des Pollesch-Abends in Bert Neumanns Bühnenbild.
Wasser marsch: Das Ensemble des Pollesch-Abends in Bert Neumanns Bühnenbild.
Matthias Horn
Diskursstück für vier: Inga Busch, Jirka Zett, Marie Rosa Tietjen und Nils Kahnwald
Diskursstück für vier: Inga Busch, Jirka Zett, Marie Rosa Tietjen und Nils Kahnwald
Matthias Horn
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Das ist wie Weihnachten: Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein’ höchsten Bord – mit Liebe und mit Wort’. Das Schiff ist sehr hoch, die Liebe sehr tief, das Wort sehr mächtig. Und die Soiree sehr toll.

Die Uraufführung von «Herein! Herein! Ich atme euch ein!» am Samstag in der Schiffbau-Halle war wirklich so etwas wie eine heilige Pollesch-Nacht – und wir auf der Publikumstribüne kamen zur Adoration. Endlich! Mit seiner ersten Arbeit im Jahr 2014 hat René Pollesch, der Superstar des postdramatischen Suchbewegungstheaters, die Enttäuschung vom Jahr 2012 – als er im Schiffbau das verzettelte «Macht es für euch!» zeigte – vergessen lassen; und er hat die Erinnerung an die Verrisse von 2013 hinweggefegt.

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