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«Ein netter Abend ist absolut legitim»

Hält es mit Brecht und sieht Theater auch als Boxkampf: Die deutsche Theaterwissenschaftlerin Doris Kolesch.

Frau Kolesch, wenn ich ins Theater gehe und mit dem Dargebotenen nichts anfangen kann: Liegt das dann an mir?

Und zum anderen?

Viele sind trotzdem verunsichert, wenn sie eine Theateraufführung nicht einordnen können und keine Meinung dazu haben.

Wie das?

Dann gibt es also den guten Zuschauer?

Theaterbesucher, die während der Vorstellung ihren Unmut bekunden und Türen schlagend den Saal verlassen, sind seltener geworden. Woran liegt das?

Und seither ist es ruhig in den Reihen?

Zum Beispiel?

Theaterbesuche gleichen oft einem Kirchgang: Das Publikum putzt sich heraus, setzt eine ernste Miene auf und hofft auf eine Erkenntnis. Muss das so sein?

Dazu gehören sogenannte Mitmach-Shows, wie sie auch am Theaterfestival Auawirleben auf dem Programm standen. Verhindert man grosse Bühnenkunst, wenn man sich lieber nicht beteiligen möchte?

Ist der Trend des Partizipativen ein Anzeichen dafür, dass sich das Theater zunehmend mit seinem Publikum befasst?

Darf man eigentlich zur puren Unterhaltung ins Theater gehen?