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Ein «logisches und richtiges Resultat»

Zufriedenheit auf beiden Seiten: Schlachthaus und Dampfzentrale bleiben unabhängig. Dafür will man die Zusammenarbeit verstärken.

Lena Rittmeyer
In der Dampfzentrale will man enger mit dem Schlachthaus zusammenarbeiten aber unabhängig bleiben.
In der Dampfzentrale will man enger mit dem Schlachthaus zusammenarbeiten aber unabhängig bleiben.
Adrian Moser

Nachdem die Neuigkeit bereits durch die Medien gegangen ist, informierten Schlachthaus und Dampfzentrale gestern offiziell über den Ausgang ihrer Kooperationsverhandlungen: Die beiden Häuser bleiben unabhängige Institutionen, setzen aber weiterhin auf punktuelle Kooperationen («Kleiner Bund» von gestern). Man wolle «in Zukunft verstärkt zusammenarbeiten», teilten die beiden Vereinsvorstände ausserdem mit.

Bei Schlachthaus und Dampfzentrale zeigt man sich zufrieden über den Ausgang der Gespräche. Für Ursula Dubois, Vorstandspräsidentin des Schlachthaus-Theaters, ist es «das richtige Resultat». Sie begrüsst die weiterhin gewährleistete Unabhängigkeit der Häuser: «Beide funktionieren extrem unterschiedlich. Für eine Fusion hätte man viel mehr grundlegende Fragen abklären müssen.»

Potenzial für Kooperationen sieht Ursula Dubois neben gemeinsamen spartenübergreifenden Projekten vor allem bei Vermittlungsstrategien. So steht etwa laut Pressemitteilung «die Schaffung einer gemeinsamen Vermittlungsplattform» auf dem Programm. Diese ist vorläufig als internes Instrument gedacht, um den Austausch zwischen den Institutionen zu erleichtern.

«Was ist gut für die Häuser?»

Als «logisch und richtig» bezeichnet auch Nicola von Greyerz, Vorstandspräsidentin der Dampfzentrale, das Resultat der Kooperationsverhandlungen. «Wir haben uns die Frage gestellt: Was ist gut für die Häuser, die Szene und nicht zuletzt auch fürs Publikum?»

Um auf eine Antwort zu kommen, habe man eben Zeit gebraucht. «Wir wollten die Sache eingehend prüfen», so von Greyerz, «und mehrere Varianten einer möglichen Zusammenarbeit diskutieren.»

Geplant sind nun weitere Kooperationsprojekte, die laut von Greyerz eine «ähnliche Form» wie das interdisziplinäre Festival «Mix up!» und das Festival für digitale Kunst «Digital Playground» aufweisen werden. Für solche gemeinsamen Projekte der Häuser hat der Stadtrat für die Jahre 2016/17 je 200'000 Franken gesprochen.

Geldfrage noch offen

Anzunehmen ist, dass die städtische Kulturförderung die Pläne der Zusammenarbeit von Schlachthaus und Dampfzentrale weiterhin finanziell unterstützen wird – wie hoch der Betrag sein wird, ist allerdings noch offen. Über genaue Zahlen wird der Stadtrat im Herbst entscheiden.

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