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Die gequälte Kreatur

Krumping, der rasend schnelle Tanzstil aus dem schwarzen Amerika, wird am Theater Spektakel zur fast zärtlichen Choreografie.

Getanzte Strassenkämpfe, mit Musik gebändigt: «Eloge du puissant royaume» von Heddy Maalem. Foto: Christian Altdorfer
Getanzte Strassenkämpfe, mit Musik gebändigt: «Eloge du puissant royaume» von Heddy Maalem. Foto: Christian Altdorfer

Die Welt ist Schmerz, Verzweiflung, ein immerwährender Kampf: Selbst in den stillsten, poetischsten Momenten auf der im Wellengang plätschernden Seebühne biegen sich die Körper der fünf Tänzerinnen und Tänzer, als müssten sie unter der Last des Daseins bald zerbersten. Dann wieder explodieren sie in wildem Gestikulieren, sodass Hände, Arme, Beine und Füsse wie losgelöste Einzelteile aus ihnen herausschnellen. Die Arme rudern in «Eloge du puissant royaume» von Heddy Maalem, die Oberkörper zucken, und alles krümmt sich in eckigen, mitunter bizarren Bewe­gungen.

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