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Der Mensch, diese Batterie

Keine Ruhe, nirgends: In der Performance «OCD» des Ägypters Omar Ghayatt rackert sich ein Mann ab, um sichtbar zu bleiben.

Immer kurbeln: Giulin Stäubli.
Immer kurbeln: Giulin Stäubli.
zvg

Mobiltelefone bitte vor Betreten des Bühnenraums ausschalten, heisst es an der Premiere von «OCD», und das leuchtet ein: Die einzige Lichtquelle in der mit Vorhängen abgedunkelten Blackbox ist nämlich ein launischer Scheinwerfer. Der verrichtet seine Arbeit nur, solange er von einer Kurbel angetrieben wird, also von einem Mann, der sie die ganze einstündige Performance über in Bewegung hält. Der Schauspieler Giulin Stäubli ist diese menschliche Batterie, und von seinem ständigen Drehen hängt nicht nur das Licht ab, sondern auch ein Kassettenspieler, dessen Töne immer wieder apart absaufen, sobald der Mann den Griff loslässt. Da schafft also einer seine eigene Bühnenexistenz, er kurbelt, also ist er, und das ist nicht der einzige Zwang, der ihn zu steuern scheint.

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