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Das Leben unter der Kuhglocke

«Die schwarze Spinne» krabbelt über Mensch, Schwein und Sexpuppe: Frank Castorf zeigt Gotthelfs Sagenstück am Zürcher Schauspielhaus als rustikales Landtheater. Etwas löchrig ists dennoch.

Die Ausländer sind da und gehen schwanger: Das Emmental nach Frank Castorf.
Die Ausländer sind da und gehen schwanger: Das Emmental nach Frank Castorf.
Matthias Horn

Sag mir, wo der Castorf ist? Vier Stunden lang, von acht bis zwölf, hat der Bulldozer und Trümmermann der deutschsprachigen Theaterszene am Donnerstag auf der Pfauenbühne das getan, was er immer tut: Texte zerbrochen und ihre Teile neu verfugt; Stimmungen plattgemacht und sie mit Starkstromstössen erneut zum Laufen gebracht wie einen Zombie. Kurz: Frank Castorf schien in seinem Element zu sein beim Projekt «Die schwarze Spinne. Pilatus’ Traum» – und war trotzdem nicht ganz dabei.

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