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Das Fremde kommt auf zehn Füssen

Der Choreograf Marcelo Evelin kommt dem Publikum am Theater Spektakel atemberaubend nahe.

Ein politisches Statement: «Suddenly Everywhere Is Black With People» von Marcelo Evelin. Bild: Theater Spektakel.
Ein politisches Statement: «Suddenly Everywhere Is Black With People» von Marcelo Evelin. Bild: Theater Spektakel.

Es atmet. Es stöhnt leise und keucht. Es trippelt durch den Raum, zwischen den Zuschauern hindurch, denen man die Taschen abgenommen hat. Es ist nackt, allerdings tiefschwarz. Es ist ein Geschöpf aus fünf Performerinnen und Performern, die sich, ineinander verknäuelt und um sich ringend, durch das Foyer der Werft bewegen. Zehnfüssig, vierbrüstig, dreischwänzig. Ab und zu blitzt und bleckt das Weiss eines Auges oder eines Gebisses, sehr viel ist aber nicht zu sehen. Dass es hier so dunkel ist, liegt auch an den Zuschauern, die mit im Ring stehen, der das Geschehen begrenzt, und damit vor den Neonröhren, die es einfassen und beleuchten. Eindeutig: Wenn niemand hinsehen würde, könnte man mehr erkennen.

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