Blitzkritik: Prekäre Verhältnisse in Zürich

Audiokritik

Drei Kurz-Theaterstücke von namhaften Autoren behandeln das Verhältnis von Arm und Reich in der Schweiz. Audiokritik von der Premiere in der Schiffbau-Box.

Für «Arm und Reich» sind drei neue kurze Stücke der Autoren Lukas Bärfuss, Händl Klaus und Michail Schischkin entstanden – zu sehen an einem Abend in der Box im Schiffbau. Ein Projekt, in dem nicht nur die Sichtweisen dreier renommierter Autoren aufeinandertreffen, die zwar alle in der Schweiz leben, deren Blick auf die hiesige Ungleichheit aufgrund ihrer unterschiedlichen künstlerischen Handschriften und Nationalitäten jedoch ein jeweils anderer ist, sondern in dem sich auch drei Regisseure begegnen.

In «Die schwarze Halle» (Regie Barbara Frey) konfrontiert eine Wirtschaftsjournalistin einen Sektenführer mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung – ein sprachliches Duell, in dem das Thema der Schuld im Mittelpunkt steht. In «Rechne» (Regie Sebastian Nübling) spielen zwei wohlhabende Freundinnen die Möglichkeit durch, ihren Besitz für einen guten Zweck zu stiften – ein so lustvolles wie qualvolles Ritual, das um die Frage nach der individuellen Verantwortung kreist. In «Nabokovs Tintenklecks» (Regie Bastian Kraft) wird von einem russischen Autor und Dolmetscher erzählt, der in Zürich in prekären Verhältnissen lebt. Die Möglichkeit, seine finanzielle Situation zu verbessern, schickt ihn auf eine Reise nach Montreux, die ihm Fragen nach seiner Moralität und danach, was Armut und Reichtum ausmacht, stellt.

DerBund.ch/Newsnet

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