Der Berner Autor Hans-Rudolf Hubler ist gestorben

Der Autor zahlreicher berndeutscher und hochdeutscher Theaterstücke ist im Alter von 92 gestorben.

Hans-Rudolf Hubler, hier bei einem Gespräch im Burgerspital, ist 92-jährig verstorben.

Hans-Rudolf Hubler, hier bei einem Gespräch im Burgerspital, ist 92-jährig verstorben.

(Bild: Adrian Moser)

«Das Licht der Welt, das ich erblickte, war eine Deckenlampe in einem Berner Spital. Über meiner frühen Kindheit blaute der Himmel des Seelandes, wenn es nicht gerade regnete. Später wachte das Schloss Laupen über meiner Schulzeit und infizierte mich mit historischen Viren.» So hat der 1922 geborene Hans-Rudolf Hubler seine Anfänge einmal selber beschrieben.

Der ausgebildete Lehrer war ab 1949 Mitarbeiter des Radiostudios Bern, später unter anderem Ressortleiter für das Mundarthörspiel und Autor zahlreicher berndeutscher und hochdeutscher Theaterstücke («Lützelflüeh»). Er produzierte populäre Hörspiele und Hörfolgen, unter anderem Gotthelfs «Bauernspiegel» (1961/62) und «Geld und Geist» (1965/66). Daneben entstanden über 60 Fest-, Weihnachts- und Märchenspiele aus seiner Feder. Für die jährlichen Bundesfeiern in Biel lieferte er regelmässig Freilichtspiele, die im «Altstadt-Ring» aufgeführt wurden.

Hubler war auch Herausgeber von zwölf Langspielplatten zur «Schweizer Mundart». 1999 übertrug er Frédéric Mistals Versepos «Mirèio» ins Berndeutsche. Er wurde 1966 mit dem Literaturpreis der Stadt Bern und 1984 mit dem SRG-Radiopreis ausgezeichnet. Nach seiner Pensionierung fungierte er bis 1993 als Schlossverwalter in Spiez. Jetzt ist Hans-Rudolf Hubler im Alter von 92 Jahren gestorben.

klb

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