Swiss Money Awards

«Mundart»-Kolumnistin Sarah Elena Müller über Schweizer Banken, und welche wofür einen Preis verdient.

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Mir vom Popmusikprekariat möchted i dene verwirrende, digitalisierte Ziite oisi Solidarität mit de grosse Geldinstitutione i dem Land hervorhebe. Es isch ois es Aaliege, über oise finanziell eng gsteckti Rahme use z denke und uf die, wo a de üssere Peripherie vo de Wahrnehmbarkeit unbeirrt ihrne Gschäft naagönd, ufmerksam z mache. Ois isch bewusst, dass e Bank pro usgwertetem und wiiterverkauftem Datesatz grad emal 0.007 Franke verdient. Da devo isch no kei vernünftigi Werbekampagne finanziert. Isch Ihne das au bewusst? Mir hoffets! Wil Bewusstsii isch die neui Nachhaltigkeit – niemert weiss so recht, wies funktioniert und wers erfunde hett, überrisseni Urheber Innerechtsentschädigunge entfalled, und je bewusster me konsumiert, desto grösser wirds Bewusstsii für de Konsum.

Aber zrugg zude Swiss Money Awards. Das Jahr i de Sparte «Most Aware Swiss Banks» nominiert isch: D Valiant Bank. Keep it simple. Bequem und nah, wir sind da. Auch in Zukunft, einfach Bank. D Zuekunft isch komplex und unüberschaubar, fast wie de Finanzplatz Schwiiz – aber d Valiant Bank sorgt defür, dass ihri Kundschaft au in Zuekunft nüüt begriift und simply sediert uf ihrem KMU Pavianearsch im schlichte, malvefarbige Entree sitzed. Ende der Evolution, Beginn der Vereinfachung. Minimalismus inere ultrabeschleunigte Cryptoziit, das bruucht Muet und git em Volk es wohligs Gfühl ide Buuchgegend. Applaus für d Valiant Bank!

Sowohl i de obige Sparte als au i de Sparte «Best Newcomer Scandal Group» isch, drüümal raate, d Raiffeisen Bank. En ganz früsche Shooting Star usem unterschätzte Oschte, wo de Bartli no weiss, wie mer em Verwaltigsrat de Moscht iischenkt. De dezenti Dauerflirt mitem Proletariat und de lokale Sagmehl-Helde het im vergangene Jahr e spektakuläri Wändig gno, und au die viel umraunti Neubsetzig für die neui Bühneshow het oisi ganzi Ufmerksamkeit verdient. Bravo, Raiffeisen.

Und last but not least, i de Sparte «Most Aware Swiss Banks»: Bank Cler, ehemals Bank Coop. Für mich und dich und voll aware im Umgang mit de zu Unrecht stigmatisierte Hyperliquidität. Wir müssen über Geld reden. Es isch doch kei Schand! Und wenn mers hett, denn isch es bide Bank Cler am bewusstische ufghobe. Reich sein ist nicht nötig. Aber Bank Cler verurteilt Sie au nöd, falls Sie doch e saftigi Erbschaft söttet mache oder ihri vollgstopfti dritti Süüle ihne ufs Eigeheim zemmekracht und in Folge dessen e mehrstelligi Versicherigssumme aastaht.

Au e wichtigi Frag, wo d Bank Cler nöd wegluegt: Wie viel Karriere verträgt eine Familie? Und womer scho grad bim Thema sind: Härz! Wie viel Herz vertreit eigentlich es Fraue-Sextett? Viel. Mit viel Herz und purer Schwiizer Mueterchue-Hingab singt sich dä neui Breaking Act «Härz» i oises Herz, und zu Wiehnachte dudlet die gmögige Huusfraue au gern no eis für d Coop-Wiehnachtswerbig. De Onkel Roman isch natürli au debii, er schafft mit de fixfertig Stopfgans vo Coop scho mal kräftig a sim Organversage.

Da mir vom Swiss Money Award ois a de hochgradig objektive Ussagekraft vo Verkaufszahle orientiered, chönd mir stolz verkünde – d Zahle bestätiged: D Frau tuet guet draa, ihri selberproduzierti Nachkommeschaft als Hauptfokus im Lebenslauf uufzfüere und de genuini Teil vo de Produktion an Herr Camenzind abzgäh. Gratuliere Mama-Band «Härz», gratuliere Bank Cler! Mir vom Popmusikprekariat danked vo Herze für die netti Bank Cler Awareness Kampagne mite 0.007 Franke pro Stream und fressed im KKL oisi eigene CDs zum Apéro.

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