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«Wen lassen wir da eigentlich zu Wort kommen?»

Franziska Schutzbach untersucht die Rhetorik der Rechten. Wie extremistische Positionen als Meinungsvielfalt verkauft werden, erklärt die Soziologin im Interview.

Wurde 2016 für einen Blogeintrag über den Umgang mit Rechtspopulisten scharf angegriffen: Franziska Schutzbach. Foto: Sabina Bobst

Wurde 2016 für einen Blogeintrag über den Umgang mit Rechtspopulisten scharf angegriffen: Franziska Schutzbach. Foto: Sabina Bobst

Andreas Tobler@tobler_andreas

Die Selbstbestimmungs­initiative wurde verworfen. Es scheint, als hätte die Schweiz das Gezwänge der Rechts­populisten satt. Warum braucht es Ihr Buch zur «Rhetorik der Rechten» gerade jetzt?
Die letzte Abstimmung hat deutlich gezeigt, welch gigantischer Aufwand nötig ist, um eine Ablehnung hinzubekommen. Wir haben uns als Gesellschaft also wieder an der Rhetorik der Rechtspopulisten abgearbeitet und Energie aufgewendet, die wir lieber in anderes investiert hätten. Eigentlich betreiben wir eine Politik der Schadenbegrenzung. Das bindet aus liberal-progressiver Perspektive nicht nur utopisches Potenzial, es werden auch Vorstösse normal, die sich gegen die Menschenrechtskonvention richten, wie zuletzt die Selbstbestimmungsinitiative.

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