Unterirdischer Ausbau

Einsprachen verzögerten ?die geplante Erweiterung ?des Museum Franz Gertsch. Jetzt geht es aber los: ?Spatenstich ist am 9. März.

Dem Baubeginn der geplanten Erweiterung ?des Museum Franz Gertsch steht nun nichts mehr im Weg.

Dem Baubeginn der geplanten Erweiterung ?des Museum Franz Gertsch steht nun nichts mehr im Weg.

(Bild: Franziska Scheidegger (Archiv))

Ursprünglich hätte die Erweiterung des Gertsch-Museums bereits bis im Frühling 2018 realisiert sein sollen. Einsprachen von Anwohnern machten den Planern jedoch einen Strich durch die Rechnung. Mittlerweile ist die Baubewilligung für die Erweiterung rechtskräftig, wie das Museum Franz Gertsch in einer Pressemitteilung schreibt, dem Baubeginn stehe nichts mehr im Weg. Der Spatenstich findet am 9. März statt. Geplant ist ein unterirdischer Ausbau. «So stehen uns bald rund 300 Quadratmeter Fläche zusätzlich zur Verfügung», sagt Museumsleiter Arno Stein. Die Verteilung der Räume für Sammlungs- und Wechselausstellungen könne damit in Zukunft flexibler gestaltet werden. Von aussen wird sich der neue ?Baukörper schlicht und skulptural zeigen.

Der Langnauer Architekt Martin Sturm, der bereits für den ursprünglichen, im Oktober 2002 eröffneten Museumsbau verantwortlich zeichnete, entwarf für die Erweiterung eine Form, an deren Hülle sich je nach Sonnenstand die vier Jahreszeiten ablesen lassen. «Der Erweiterungsbau schliesst stilistisch an den bestehenden Bau an», sagt Stein, «er nimmt aber auch klar Bezug auf die neuen Entwicklungen im Werk von Franz Gertsch und den Zweck des neuen Ausstellungsraums».

Künftig wird es nämlich möglich sein, den zwischen 2007 und 2011 entstandenen Vier-Jahreszeiten-Zyklus von Franz Gertsch dauerhaft zu zeigen. Die vier Gemälde wurden vom Museumsstifter und Mäzen Willy Michel für das Museum erworben. Der Ausstellungsbetrieb des laufenden Jahres werde von den Bauarbeiten weitgehend unberührt bleiben, sein: «Das Haus wird aber voraussichtlich in den beiden ersten Monaten des nächsten Jahres geschlossen bleiben.»

Ein Datum für die Wiedereröffnung steht bereits: Am 8. März 2019 soll das erweiterte Museum seine Tore öffnen, am Tag von Franz Gertschs 89. Geburtstag. Von den Gesamtkosten von rund drei Millionen Franken trägt Willy Michel rund zwei Drittel, der Lotteriefonds des Kantons Bern steuert eine Million Franken bei.

Der Bund

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