Seniorestress

Die «Mundart»-Kolumnistin Renée Maria Bellafante über die zahlreichen Verplichtungen im fortgeschrittenen Alter.

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Isch das wider en asträngendi Wuche gsy! Am Mäntig d Ständerlampe vom Wohnzimmer us der Reparatur ghout. Nach öppe angerhaub Mönet. Das het me dervo, we me nid eifach aues nöi wott chouffe. Vor Ort het me das ja o nid chönne flicke, u drum isch das grad es Fährtli über Land worde u ne haube Tag wägg. He nu, itz strahlet si wider – obwou: Aues wosch ja gar nid immer so glasklar gseh.

När d Stür­erklärig. Dä Kick vom Jahr. Natürlech handglismeti Variante – Papierversion. Logo. I cha nume vor Papier richtig dänke. Aber o we d Variante Digital nuumsch: Im Papier müesstisch glych umegrüble, bis da aues zur Hand hesch, wos brucht. Schön dranne isch, dass d wider mau merksch, was da eigentlech aues gange isch i me ne Jahr. Macht di zwar fasch müed vom Aluege, verschwige de vom Bearbeite u Rächne, aber o stouz, dass de das aus hesch bewäutiget.

We d se de i Chaschte gla hesch, chunnt der mit Garantie no öppis i Sinn, wo d vergässe hesch. Immer. De steuen i mer die vor, wo när das Bigeli müesse verarbeite, korrigiere, ynetöggele. Möcht nid tuusche – aber bemerke, dass i da zimlech grosses Vertroue ha, dass die nid nume das gseh, wo mir Nachteile verschafft, sondern o das, wo für mi vo Vorteil isch. Das isch itz ke Liebeserklärig a d Stürverwautig, aber doch e Sympathiebekundig. Das Us­füue isch quasi Hirnjogging, das muesch positiv gseh. Gärn tät i aube no nes Zedeli mit Grüess drufchläbe, aber das trouen i mi hüt fasch nümm. Es isch aues so chly chüehler worde sit der Digitalisierig. He nu – uf jede Fau ds totale Glücks­gfüeu, we ds wider mau gschafft hesch.

När mit der Bank korreschpondiere. O autmödisch, aber i beharre druf. Nume für ne dritti Süle ufzlöse, ­muesch fei e chly öppis lifere. Nehmen ist eben alleweil seliger denn Geben, gäuet. Das macht mi mängisch o so stärnsverruckt: dass de der, we de nume dys eigete Gäut wosch, fasch muesch vorcho wi ne Kriminelli. Was isch da vo «Der Kunde ist König» übrigblibe? Natürlech chönnt me der aui die Regle u Massnahme wunderbar erlüttere, we d no meh u intensiver würdisch motze weder ig. Aber di ganz grosse Bschyssereie – wärde die o so genau agluegt? U apropos Chüehli: Hei d Gschäfts­leitige sach- und situationsbezogeni Briefe verbote? Nume no Standard.

Gärn tät i aube no nes Zedeli mit Grüess drufchläbe, aber das trouen i mi hüt fasch nümm.

Im hiesige Lokaublatt het chürzlech öpper di Digital-­Resischtänte mit em Fred Feuerstein vergliche. Ha mi no grad chönne überha, nid e supergiftige Läserbrief z schribe. Erschtens, wüu mi di Arroganz vo der Digita­lisierig wird närve, bis i unger e Bode chume – u zwöitens, wüu i uf e Fred Feuerstein eifach nüt la la cho. S mögti locker einigi Fred Feuersteins verlyde: schnörkulos, konkret, chly ulkig, aber sachbezoge u schön am Bode.

I gseh mi i derna Momänte absolut aus Wilma, mit em Steizytauter-Chueche­tröli – u der chly Husdrache im Gefolge –, u de wei mer de luege, wär schnäuer secklet! U när: Isch scho mau öpperem i Sinn cho, dass, wenn euter wirsch, d Zyt, wo de da unge umesürmlisch, zuenähmend chürzer wird u s näb de Fans vo dere ganze Chose o Lüt git, wo sech lieber mit öppis angerem beschäftige, weder am ne Gräätli umeztöggele? Dank myre Kolumne überchumen i ab u zue no ne Charte oder e Brief, u das fingen i mittlerwyle so öppis vo härzzerryssend schön, das chöit Dir Nech fasch nid vorsteue.

Aber no zur Wuche: Läsige vorbereitet u müesse nes Föteli lifere. Gopf, het mi das wider gstresst bi der Fotografin. Brutau, we d di wider mau so genau aluegsch. Derfür hesch angeri Problem nid. Ha no ghört, dass es d Fans vo «üsem Feedi» närvt, dass dä itz Klamotte treit, wo d Fans nid dra häre chöme, wüu d Japaner die nid i d Schwiz uslifere oder so.

Auso, da heit Ders de mit mir gäbiger: Leget Nech eifach so a, dass es Nech wou isch u Second Hand längt o. We s de no chly schmunzlet im Gsicht mit oder ohni Faute, isch das wunderschön u d Wäut vouständig ir Ornig.

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