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Zibbz rollen mit «Stones» nach Lissabon

Die Schweiz schickt ein Geschwisterpaar an den Eurovision Song Contest im Mai.

Moment der Entscheidung: Zibbz singen für die Schweiz in Lissabon. Video: SRF/Tamedia

In einer von Sven Epiney und Stefan Büsser moderierten Liveshow hat das Schweizer Fernsehen am Sonntag den Song ermittelt, der die Schweiz am 8. Mai am Eurovision Song Contest in Portugal vertreten wird. Dabei wurde erstmals in sieben Ländern eine Jury bemüht, die ganz nach ESC-Manier Punkte an die sechs Kandidaten verteilte und sich artig für die Ehre bedankte, am Schweizer Entscheid beteiligt zu sein. Das dauerte ewig.

Der Song sollte frech sein

Fast ebenso so lange brauchten Epiney und Büsser, um die Punkte der TV-Zuschauer zu verteilen. Die waren mit den ausländischen Jurys einig und lancierten ebenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen «Compass» des Lausanners Alejandro Reyes und «Stones» der Aargauer Geschwister Co und Stee Gfeller. Am Schluss siegten die Geschwister, die unter dem Namen Zibbz auftreten. Das Duo war zuerst an der Reihe mit ihrem «Power-Pop-Rocksong», der «frech» erscheinen sollte. Tatsächlich war es an diesem Abend – zusammen mit «Compass» – der eingängigste Song und vor allem keine dieser Liftmusik-Balladen, in denen der ESC für gewöhnlich ertrinkt.

Sie waren auch gestern zu hören: Angie Ott aus Neuenburg sang eine davon, «A Thousand Times», tausendmal gehört und gleich wieder vergessen. Oder Chiara Dubey aus Ronco sopra Ascona mit «Secrets and Lies». Die Tessinerin nahm bereits zum dritten Mal erfolglos an der Schweizer Ausscheidung teil und sagte, sie fühle sich ganz daheim. Vanessa Iraci aus Freiburg i. Br. gab in einer statischen Performance «Redlights» zum Besten und wäre superstolz gewesen, wenn sie die Schweiz hätte in den Final singen dürfen. Daraus wird nun nichts.

Alles so nett hier

Abgeschlagen auf dem letzten Platz landete Naeman aus Zürich mit «Kiss Me». Er bezeichnet sich als Vollblutmusiker, trat auch schon bei «Deutschland sucht den Superstar» an und bezeichnet «Never give up» als sein Motto. Sein Song: popmusikalische Dutzendware, die auf der Bühne durch seine Tänze aufgewertet wurde. Dafür gabs weisse Rosen, aber kaum Punkte.

Der Song wurde von Alejandro Reyes geschrieben, der für sich selbst auch «Compass» geschrieben hatte. Der führte ihn fast an die Spitze, aber am Schluss blieb es beim zweiten Platz. Es ist ein netter Song. So nett wie Sven Epiney und die Jury-Sprecher, die als gute Gäste auch die Sendung lobten.

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