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Woom, machen U2

Der erste Eindruck von «Songs of Innocence», dem neuen Album von U2. Stück für Stück.

Für die Iren waren U2 Helden, nichts weniger. Solche brauchten sie dringend, damals, in den wirtschaftsschwachen 80ern. Jemand, der ihnen zeigte, dass sich irisch sein und Erfolg nicht ausschliessen. U2 waren charismatisch und innovativ und spätestens nach dem Hit-Album «The Joshua Tree» von 1987 füllten sie Stadien. Aber irgendwann nach der Jahrtausendwende vermasselten es die vier Musiker: Die letzten Alben hinterliessen kaum bleibende Eindrücke. Dann verlegten U2 aus steuertechnischen Gründen noch ihren Firmensitz in die Niederlande. In Irland verzieh man das den einstigen Helden nicht. Das neue Album, «Songs of Innocence», sei nun wieder sehr Dublin-zentriert, sagte Gitarrist The Edge. Ein Versöhnungsangebot? Wir haben reingehört.

1. «The Miracle (of Joey Ramone)»: «Oh-oh-oh» – wie sonst könnte ein U2-Album beginnen als mit einem Chor? Das ist definitiv Stadion-tauglich. Die paukenden Trommeln danach wirken aber anbiedernd: zu nah an Coldplays «Paradise», zu nah an Hurts’ «Miracles». Der Refrain ist orientierungslos; Bonos Stimme ist zu dünn, als dass sie alles schön zusammenhalten könnte.

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