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Wo sind die Frauen?

Das Schweizer Popestablishment feiert sich am Freitag an den Swiss Music Awards selbst. Künstler und Künstlerinnen abseits des Mainstreams gehen dabei fast vergessen.

Benedikt Sartorius
Milena Patagônia bastelt in ihrer Nische aufregende Mundart R-’n’-B-Songs. Foto: Marco Raho
Milena Patagônia bastelt in ihrer Nische aufregende Mundart R-’n’-B-Songs. Foto: Marco Raho

Nun klatschen sie alle gegen die No-Billag-Initiative: Büne Huber, Sophie Hunger, Sandee oder das freigeistige Duo Eclecta – allesamt sehr schön gefilmt in kurzen Clips. So, als gäbe es keine Kluft, kein Unten und Oben im Schweizer Pop. Doch der Abstimmungskampf, der die Schweizer Popmusiker vereint, ist ja der Ausnahmezustand. Einer, der eher schlecht als recht davon ablenken kann, dass alles weit komplizierter ist. Zumal dann, wenn fast zeitgleich mit der Veröffentlichung dieser solidarischen Klatsch-Clips die Nominationen der Swiss Music Awards bekannt gegeben werden. Und die dann eben aufzeigen, dass es sehr wohl Gräben gibt – und eine Distanz zwischen den potenziellen Chartstürmern und einem fragmentierten Indiebereich liegt, die kaum zu überwinden ist.

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