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Warmer Wind im Nacken

Das Duo Ÿuma schafft die Verschmelzung von westlicher Musik mit arabischen Klangmalereien hervorragend.

Die Wörter muss man nicht verstehen, um die Musik zu lieben: Ÿuma.
Die Wörter muss man nicht verstehen, um die Musik zu lieben: Ÿuma.
zvg/facebook.com

Ihre Texte versteht man hierzulande kaum, denn Sabrine Jenhani und Ramy Zoghlami alias Ÿuma singen in einer Sprache, die sich anfühlt wie ein warmer Windhauch im Nacken. Doch wovon die beiden jungen Tunesier erzählen, begreift man sofort: vom Streifen durchs Leben, von Ehrfurcht, dem Schmerz der Schönheit und natürlich der Liebe. Es sind Lieder aus dem Land, in dem Frauen meist die Lieder anderer singen, einem Land, das seine besten Musiker ins Exil gedrängt hat und in dem es auch nach dem Arabischen Frühling Songs gibt, die nicht im Radio gespielt werden dürfen. Eine florierende Musikindustrie? In weiter Ferne.

Quelle: Youtube.com

Kennen gelernt haben sich Jenhani und Zoghlami erst vor zwei Jahren an einem Festival für elektronische Musik, schnell wurden sie zu musikalischen Partnern, zu Fahnenträgern einer alternativen Weltmusik, die alles darf. Jeden Tag setzen sich die beiden zusammen und hören eine Stunde lang schweigend neue Musik. Auf diese Weise verbandeln sie Tiefgründiges aus dem Maghreb mit westlicher Musik, feinfühliger Gitarrenfolk trifft auf arabische Klangmalereien. Und im Publikum wird es ganz still.

Turnhalle Progr Sonntag, 8. April, 19.30 Uhr.

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