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Vom Rand der Welt bis an den Rand des Sees

Am Montreux Jazz Festival bezauberte überraschend ethnischer Jazz der aus ­Vorderasien stammenden Pianisten Tigran Hamasyan und Isfar Sarabski.

Wächst derzeit zu einem bedeutenden Musiker ­heran: Tigran Hamasyan.
Wächst derzeit zu einem bedeutenden Musiker ­heran: Tigran Hamasyan.
Keystone

Es sind nicht gerade die ersten Länder, an die man im Zusammenhang mit Jazz denkt: Armenien und Aserbeidschan, die aneinandergrenzenden Gebirgsstaaten in Vorderasien. Doch der Jazz hat längst auch seine Reise hierher angetreten, wie zwei Konzerte am Jazzfestival in Montreux gezeigt haben.

Vor allem Tigran Hamasyan, der 1987 in Armenien geboren wurde, ist im Begriff, zu einem bedeutenden Musiker ­heranzuwachsen. Scharf geschnittenes ­Gesicht, wallendes pechschwarzes Haar, dynamisches Auftreten – Tigran, wie er sich schlicht nennt, hat ohne Zweifel auch Starpotenzial. Und die Herkunft des neuerdings in New York lebenden Musikers hat sich eher als Bonus denn als Malus erwiesen. Sie gibt seiner Musik eine ganz eigene Note, wie sich auch beim umjubelten Auftritt am Dienstag in Montreux zeigte. Armenien ist in Tigrans Musik ständig präsent. Aber – und das ist das wirklich Bemerkenswerte – in einer sehr feinen und geschmackvollen und also überhaupt nicht hurra-ethnischen Dosis.

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