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Vom Charme des Ungefähren

Auf «Heldelieder» demonstriert der Berner Musiker Trummer sein grosses Talent als Geschichtenerzähler. Manchen seiner filigranen Songgebilde pfropft er allerdings allerlei Überflüssiges auf.

Halb sehnsüchtig, halb verloren torkeln Trummers Gestalten durch immer neue Ungewissheiten.
Halb sehnsüchtig, halb verloren torkeln Trummers Gestalten durch immer neue Ungewissheiten.
zvg

Man bekommt sie sofort gern, die Mannschaft, die Trummer auf seinem neusten Album «Heldelieder» antreten lässt. Ganz unterschiedliche Figuren, die aber doch einige Gemeinsamkeiten haben – nicht nur als Gäste in Elenis Bar. Alle beissen sich mit ihren Ängsten und Geheimnissen durch einen mal mehr und mal weniger herben Alltag. Da ist Eleni, die junge Bosnierin, die es in der Schweiz zwar geschafft hat und eine eigene Bar führt, aber die Gespenster aus ihrer alten Heimat nicht los wird. Und hierzulande noch ein paar neue fürchtet, wenn sie nach der Arbeit ihrem Liebsten Chrigu vom Paar erzählt, das sich nichts mehr zu sagen hat. Es ist einer der schönsten Songs des neuen Albums, diese bettwarme, leise Liebeserklärung, mit der Trummer einmal mehr sein sicheres Gespür für dichte Momentaufnahmen demonstriert.

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