Zum Hauptinhalt springen

Play/Listen: Songs gegen Arbeitslosigkeit

136'552 Personen waren im November in der Schweiz arbeitslos. Das sind viele. Wir suchen deshalb Songs, die Mut machen, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen.

Spendet Trost: Bruce Springsteen.
Spendet Trost: Bruce Springsteen.

Bist du arbeitslos, dann gründe eine Band! So machte es 1980 die britische Reggaeband UB40. Mit dem Song «Signing Off» meldete sich die multikulturelle Truppe, deren Name sich auf das Anmeldeformular des Arbeitsamts bezieht (Unemployment Benefit, Form 40), von der Arbeitslosenunterstützung ab und startete eine Weltkarriere. Auch andere Popstars gingen stempeln, bevor sie abhoben. «Erst arbeitslos, dann Millionär», blufft heute der deutsche Rapper Massiv. Das kann man durchaus als zynisch empfinden, weshalb einem Arbeitslosen eher Bruce Springsteen als Trost zu empfehlen ist. Für den Boss ist Arbeitslosigkeit nicht selbst verschuldet, sondern ein Problem des Arbeitsmarktes, wie er in «Out of Work» (geschrieben für Gary US Bonds) erklärt. Oder J. J. Cale. Er kennt die Verzweiflung der Betroffenen: «Ich würde alles tun ausser stehlen.»

Im besten Fall aber macht man aus seiner Arbeitslosigkeit gleich selber einen Hit: «Alle haben nen Job, ich hab Langeweile» ist eine der besten Zeilen des deutschen Rappers Marteria, der mit «Kids (2 Finger an den Kopf)» dieses Jahr der Jugendarbeitslosigkeit ein musikalisches Denkmal setzt. Irgendwie haben aber auch Deickind ein gutes Rezept, um sich mit Stellenlosigkeit abzufinden: «Arbeit nervt!» Und wenn alles nichts nützt, hilft immer noch der Humor: «Ein richtig fauler Arbeitsloser steckt in dir», lässt sich Sido von Helge Schneider im gemeinsamen Lied «Arbeit» sagen. Und die NDW-Band Geier Sturzflug setzt noch einen drauf: «Arbeitslos, bis mittags zwölf im Bett.» So ist es doch, ihr Arbeitslosen, oder?

Der Gewinner der letzten Woche (Thema: Unter Strom) ist Marc Eigenheer. Er schlug Mani Matter mit «I han es Zundhölzli azündt» vor. Begründung: «Zum Glück werden wir uns künftig nicht die Finger verbrennen an den AKW.»

Gratulation! Bitte unter kultur@newsnet.ch melden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch