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Leidig, aber legitim

Warum also nicht auf ein reines Musikfestival setzen, das zum Ziel hat, Anreize für die lokale Szene zu schaffen?

Ein Festival, das sich ganz um die Musik kümmert, wäre wünschenswert.
Ein Festival, das sich ganz um die Musik kümmert, wäre wünschenswert.
Philipp Zinniker

Was soll Kulturförderung, und wovon soll sie lieber die Finger lassen? Darüber wird in Bern seit einiger Zeit ziemlich rabiat diskutiert. Veronica Schaller, die Leiterin der Abteilung Kultur, steht unter verschärfter Beobachtung, seit in Bern die Meinung die Runde gemacht hat, dass die Kulturabteilung damit aufgehört habe, Visionen für ein gedeihliches städtisches Kulturleben zu kreieren. Für die Visionen seien die Künstler zuständig, «nicht wir», stellte Schaller gleich bei Amtsantritt klar. Und ganz nach diesem Credo scheint denn auch ihr neuester Entscheid gefällt worden zu sein: Die Biennale Bern soll nicht mehr unterstützt werden. Was mit dem eingesparten Geld geschehen solle, müsse nun verhandelt werden. So richtig mitreissend ist diese Idee – und auch die Art der Kommunikation – nicht. Die Buhs der städtischen Visionsfanatiker sind vorprogrammiert.

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