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Leid, Leder, Lebensmüdigkeit

The Sisters of Mercy, die Helden des finsteren 80s-New-Wave, kämpfen gegen das Vergessenwerden.

Kantige Traurigkeit: Sisters of Mercy, 1985.
Kantige Traurigkeit: Sisters of Mercy, 1985.
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Es müssen sich dramatische Szenen abgespielt haben, als The Sisters of Mercy im August 1984 in einem Studio im englischen Reading ihr Debüt-Album «First and Last and Always» fertigstellen wollten. Ein Album, das später eine ganze Generation schwarz gewandeter Zukunftsskeptiker in schiere Verzückung bringen sollte. Es gab bereits Spannungen in der Band, Sänger Andrew Eldritch führte sich zunehmend als kreativer Unterdrücker auf, litt seinerseits unter Schreibstau, weil er im letzten Moment noch alle Stücke mit einem eigenen Text versehen wollte. Die Kosten explodierten, die Stimmung kollabierte. Und irgendwann fuhr ein Krankenwagen vor, weil unidealerweise auch Sänger Andrew Eldritch kollabiert war. Die Ärzte stellten mannigfaltig Gründe für den desolaten Zustand des Mannes fest. Er war seit Tagen auf Speed, litt unter Schlafmangel, Unterernährung, Unterzuckerung und Herzproblemen.

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