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Jazz und Wahnsinn

Wie klingt ein Tisch? Was geschieht, wenn sich die Schweiz der indonesischen Gamelan-Musik annimmt? Was tun einstige Züri-West-Keyboarder in der Freizeit? All diese Fragen hat die 7. Jazzwerkstatt beantwortet.

Auf einmal war da reichlich Aufregung in der Turnhalle: Ein Performer aus dem Team von Mike Pride übt den musikalischen Ausnahmezustand.
Auf einmal war da reichlich Aufregung in der Turnhalle: Ein Performer aus dem Team von Mike Pride übt den musikalischen Ausnahmezustand.
Palma Fiacco

Woher stammt eigentlich die Idee, dass der Wahnsinn in der Musik keinen Platz haben soll. Sie stammt garantiert nicht von den vier Herren, die da vorne auf der Bühne der Progr-Turnhalle zur Sache gehen: Schlagzeug, Gitarre, Bass und Andreas Schaerer, das ist das Instrumentarium, mit dem dieser Wahnsinn entfesselt wird. In Form eines ungebärdigen Rock-Free-Jazz-Donnerwetters mit kurzen Aufhellungen und wiederholten Niederschlägen. Klima Kalima heisst das finnisch-deutsch-schweizerische Syndikat des affektiven Musizierens. Die Band hat dereinst mit dem finnischen Tunichtgut Jimi Tenor ein Album aufgenommen, heute heisst sie das zirpende, girrende und prustende Berner Vokal-Kraftwerk Andreas Schaerer in ihren Reihen willkommen. Das Ergebnis am Auftaktabend ist fulminant und verstörend, ein Effekt, der sich an diesem fünftägigen Fest der improvisierten Musik noch öfter einstellen wird.

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