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Wie die Musikindustrie uns mit immer neuen Hits versorgt

Schreibcamps, Talentverschleiss und immer kürzere Refrains: John Seabrook beschreibt in «The Song Machine» die Rezepte der Hitfabriken.

«Der Künstler muss grösser sein als der Song», sagte ihr Mann Jay-Z: US-Superstar Beyoncé 2013 live in Chicago. Foto: Larry Busacca (WireImage for Parkwood Entertainment)
«Der Künstler muss grösser sein als der Song», sagte ihr Mann Jay-Z: US-Superstar Beyoncé 2013 live in Chicago. Foto: Larry Busacca (WireImage for Parkwood Entertainment)

Die ideale Popwelt existiert. Gesehen hat sie John Seabrook, Autor beim «New Yorker», am 20. Mai 2012. An dem Tag startete in Anaheim, Kalifornien, die dritte Welttournee von SM Entertainment, dem grössten Hitproduzenten in Südkorea. Als das koreanische Popwunder vor ihm sang und tanzte, in Form von Mädchen und Jungs, die aufgemacht waren wie «Traumdates für den Abschlussball», da spürte es der abgebrühte Musikkritiker wieder, «das Urgefühl des Pop». Es war, als seien diese glamourösen Wesen gekommen, um ihn zu sehen – und nicht umgekehrt.

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