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«Ich schwatze viel zu viel»

Die Sängerin Brigitte Wullimann würde sich manchmal gerne auf den Mond schiessen.

Brigitte Wullimann spielt Ende Januar in Bern.
Brigitte Wullimann spielt Ende Januar in Bern.
zvg

Meine früheste Erinnerung in ­Sachen Kultur:

Mein Vater, wie er jeweils am Sonntag Nachmittag Duke-Ellington-Tunes am Klavier spielte.

Das letzte Lied, das mir Tränen in die Augen trieb:

Die Schlussphrase von «Spring Can ­Really Hang You up the Most» – immer und immer wieder!

Wen ich auf den Mond schiessen würde:

Höchstens mich selbst von Zeit zu Zeit – die Aussicht von dort oben soll ja grandios sein.

Warum ich geworden bin, was ich bin:

Durch das klassische Ausschlussverfahren all jener Dinge, die ich NICHT will.

Was ich nie mehr verpassen möchte:

Den letzten Anschlusszug nach Bern.

Wohin ich eine neue Liebschaft ausführen würde:

Bei Sommer-Abenddämmerung unter einem Lindenbaum im Zürcher ­Oberland.

Mein letzter peinlicher Auftritt:

So richtig peinlich war mir eigentlich schon lange nichts mehr.

Würde ich nie anziehen:

Frottee-Unterwäsche.

Das bereitet mir Ohrenweh:

Ein abenteuerlich intoniertes ­Sopran­saxofon.

Hier trifft man mich garantiert nicht an:

Am Donnerstag im Abendverkauf.

Das mache ich an einem ­verregneten Sonntag:

Mit Genuss keinen Fuss vor die Tür ­setzten.

Wenn ich mein Schaffen überblicke – darauf bin ich stolz:

Falsche Kompromisse niemals zweimal eingegangen zu sein.

Das tue ich in der Pause:

Viel zu viel schwatzen . . .

Mein Wunsch:

Mehr Um-, Weit- und Übersicht. Im Kleinen sowie auch im grossen Ganzen.

Und das steht auf meiner ­Kulturagenda:

Die Tempelruinen bei Ayutthaya in ­Zentralthailand.

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