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«Ich bin ein Gott»

Kanye West leidet nicht unter mangelndem Selbstbewusstsein. Entsprechend machtvoll und rätselhaft klingt der amerikanische Hip-Hopper auf seinem neuen Album «Yeezus».

Lässt punkto Selbstüberhöhung kaum Platz nach oben: Kanye West bei einem Auftritt in New York.
Lässt punkto Selbstüberhöhung kaum Platz nach oben: Kanye West bei einem Auftritt in New York.
Briana E. Heard (Corbis

Lange kann das ja nicht mehr gut gehen. Irgendwann muss das Ego von Kanye West implodieren – zweifellos mit einem lauten, grossartigen, gewaltigen Knall. Sein neues, sechstes Album heisst «Yeezus» und ein Titel darauf «I Am a God», was trotz leiser Selbstironie punkto Selbstüberhöhung kaum Platz nach oben lässt. Gerade hat sich der 36-Jährige in einem introspektiven, aberwitzig selbstherrlichen Interview in der «New York Times» geäussert. Den Orbit von Künstlern wie den Beatles oder Michael Jackson verlässt er mit lässiger Nonchalance; als Referenz bevorzugt er visionäre Unternehmer wie Steve Jobs, Walt Disney, Howard Hughes und NBA-Mogul David Stern: «Ich habe die Antworten. Ich verstehe Kultur. Ich bin ihre Grundlage.»

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