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Hypnotisch wie ein Uhrwerk

Man kann nur staunen, dass nie jemand aus dem Takt gerät: Am Be-Jazz-Winterfestival sorgt der Pianist Nik Bärtsch mit seinem Quartett Ronin für ein spektakuläres Finale.

Fast wie von Zauberhand gelenkt: Nik Bärtsch (am Piano) genügen ein paar wenige Rufe, um seiner Band Wechsel zu signalisieren.
Fast wie von Zauberhand gelenkt: Nik Bärtsch (am Piano) genügen ein paar wenige Rufe, um seiner Band Wechsel zu signalisieren.
Franziska Scheidegger

Nachhaltig erschüttert wird man heutzutage an Jazzkonzerten fast nie mehr. Warum? Weil sich die meisten Musiker nicht mehr auf lange und emotionale Improvisationsprozesse einlassen. Zumeist hält man sich an ein Motto, das Lenin zugeschrieben wird: «Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!» So geht der Ereignischarakter von Jazzkonzerten immer häufiger verloren: Statt mit einem spontanen und kreativen Prozess konfrontiert zu werden, bekommt man ein beinahe perfektes Produkt serviert. So wurden beim Abschlusskonzert des Be-Jazz-Winterfestivals völlig überflüssigerweise auch noch präzise Licht-Show-Effekte eingesetzt, um die Überwältigungskraft einer absolut atemberaubenden Musik noch zusätzlich zu steigern.

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