Zum Hauptinhalt springen

Girlsoundollars

Morgen gastieren die Hip-Hop-Superstars Kanye West und Jay-Z in Zürich. Beide gehören zu den wichtigsten Rappern des vergangenen Jahrzehnts – aber wer von den beiden ist der grössere Star?

Zwei Super-Egos, ein gemeinsames Album, eine Bühne: Kanye West und Jay-Z gehören zweifellos zu den wichtigsten Rappern der vergangenen Dekade, Jay-Z, der zum coolen Superstar mutierte Crackdealer, ein Poster-Boy unternehmerischer Effizienz, ist der König. Kanye West, der umtriebige Produzent mit der grossen Klappe und dem schwierigen Temperament, der sogar Barack Obama dazu gebracht hat, ihn einen «Jackass» zu nennen, der Prinz. Das war bislang so – aber trifft das Kräfteverhältnis immer noch zu? Wir haben die beiden auf Herz und Nieren geprüft, um herauszufinden, wer die grössere Nummer ist. Und möchten Sie, liebe Leserinnen und Leser, bitten, darüber abzustimmen.

Karriere Aufgewachsen in einer Sozialwohnung in Brooklyn, machte Shawn Carter alias Jay-Z eine Bilderbuchkarriere, indem er vom kleinen Crackdealer zum Hip-Hop-Mogul aufstieg. Die Highschool besuchte er mit späteren Rappern wie Notorious BIG und Busta Rhymes. Weil kein Label ihm einen Vertrag als Rapper geben wollte, gründete er 1995 zusammen mit Damon Dash und Kareem Biggs sein eigenes Label, Roc-A-Fella-Records. Damit war der Grundstein für seine steile Karriere gelegt. Mit seinen Alben «In My Lifetime», «Hard Knock Life», «Black Album», «The Blueprint» wurde Jay-Z nicht nur einer der erfolgreichsten Rapper aller Zeiten. Ihn umgibt zudem der Nimbus, auch einer der besten zu sein mit seinem charakteristischen Flow. 2003 kündigte der erst 34-Jährige an, sich aus dem Musikbusiness zurückzuziehen und keine Alben als Solokünstler mehr herauszugeben. Viele machten sich über diese Ankündigung lustig, da er trotzdem als Gastrapper auf zahlreichen Alben anderer Künstler mitmischte. Bereits drei Jahre später brachte er mit «Kingdome Come» sein Comeback-Album heraus – wieder ein grosser Erfolg. Es scheint, als könne Jay-Z gar nichts falsch machen und sein Ruf als bester Rapper aller Zeiten ist unzerstörbar.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.