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Gemütswallungen im Pfefferland

Hin und her und mitgerissen: Das Konzert der Red Hot Chili Peppers im fast ausverkauften Stade de Suisse hat gestern eine gefühlstechnisch glücklich-zerzauste Vierzigtausenderschaft zurückgelassen.

Noch immer mit Schnauz: Anthony Kiedis im Stade de Suisse.
Noch immer mit Schnauz: Anthony Kiedis im Stade de Suisse.
Keystone
Die einzigen Überlebenden des kalifornischen Soundrauschs: Flea und Kiedis.
Die einzigen Überlebenden des kalifornischen Soundrauschs: Flea und Kiedis.
Keystone
Die Rhythmusgruppe: Flea und Schlagzeuger Chad Smith.
Die Rhythmusgruppe: Flea und Schlagzeuger Chad Smith.
Keystone
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Beende nie ein Konzert mit einer Jamsession. Das wird dem Pop-Lehrling bereits in Lektion 1 eingebläut. Es gilt ein Konzert auf seinem Höhepunkt zu beenden. Spontane Musikdarbringungen mögen den Direktbeteiligten Spass machen, das gemeine Publikum hingegen begehrt mit einer nachhallenden Mitsingmelodie im Ohr den Nachhauseweg anzutreten. Die Red Hot Chili Peppers foutieren sich um solche Pop-Grundsätze. Den letzten Quasi-Song, den sie durch das Stade de Suisse wuchten, ist eine halsbrecherische Kollektivimprovisation. Sonderbar psychedelisch verdrogt, in rasendem Tempo losgeschmettert, später kunstvoll entschleunigt. Ein kommender Sommerhit wird daraus nicht. Doch mit solchen Fingerübungen pflegen die Kalifornier – offensichtlich erfolgreich – aufkommende Tourroutine zu verscheuchen.

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