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Feel good und Fuck off

Sind die Toten Hosen noch Punk? Oder ist es Sophie Hunger? Wer hat dem Gurten ein historisches Stimmungstief beschert? Eine musikalische Gurtenfestival-Zwischenbilanz bei Halbzeit.

Erzählt aus einer Welt, die sich hauptsächlich um Fussball, Gerstensaft und Party zu drehen scheint: Campino von den Toten Hosen.
Erzählt aus einer Welt, die sich hauptsächlich um Fussball, Gerstensaft und Party zu drehen scheint: Campino von den Toten Hosen.
Tobias Anliker
Der wahre Punk auf dem Gurten: Sophie Hunger aus Spiegel bei Bern.
Der wahre Punk auf dem Gurten: Sophie Hunger aus Spiegel bei Bern.
Tobias Anliker
Hart sein und doch anständig: Volbeat.
Hart sein und doch anständig: Volbeat.
Peter Klaunzer, Keystone
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«Ist das noch Punkrock, wenn euer Lieblingslied in den Charts ist?», fragen Die Ärzte in einem ihrer neuesten Songs. Und sie liefern die Antwort auch gleich prompt hinterher: «Ich glaube nicht.»

Gut möglich, dass sie beim Dichten dieser Zeilen an die Befürworter der Gruppe Die Toten Hosen gedacht haben. Und die Frage ist berechtigt. So verteufelt erfolgreich wie die Band aus Düsseldorf ist derzeit im deutschsprachigen Raum höchstens noch der sonderbare Schlager-Finstermann von Unheilig. Und wenn man den Punk als eine zersetzende kreative Kraft begreift, die sich gegen den gesellschaftlichen Konsens auflehnt, dann ist diese deutschrockige Bierseligkeit, die die Hosen auf dem Gurten zelebrieren, sogar eine Art Antithese zum Punkrock.

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