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Fake-Vorwürfe gegen Loredana-Label

Deutsch-Rap unter Generalverdacht: ARD enthüllt, dass sich Spotify und Co. manipulieren lassen.

Der «Social-Media-Experte» Kai behauptet, er könne die Charts manipulieren (Quelle: Y-Kollektiv/Youtube)

Der «Social-Media-Experte» Kai behauptet, er könne die Charts manipulieren (Quelle: Y-Kollektiv/Youtube)

Andreas Tobler@tobler_andreas

Insgesamt 46 Millionen Mal wurde Loredanas «Sonnenbrille»-Clip auf Youtube angeklickt, ihre bislang vier erschienenen Tracks verbuchen gemeinsam über 130 Millionen Streams auf dem Streamingportal Spotify, und 1,5 Millionen Nutzer haben im vergangenen Monat den Spotify-Kanal der Luzerner Rapperin besucht. Kann das sein? Seit Donnerstag gibt es grosse Zweifel an solchen Stream-Zahlen: Ein Recherchekollektiv der ARD-Jugendmedien hat auf Youtube eine Reportage veröffentlicht, ihr zufolge ist es möglich, Songs in die Hitparade zu pushen. «Ich kann aus dir einen Star machen», sagt ein Anonymous, der im Beitrag des Y-Kollektivs sein Gesicht unter einer schwarzen Strumpfmaske verbirgt – und «Kai» genannt wird. Funktionieren soll das unter anderem dank 150'000 bis 250'000 geklauten oder gehackten Spotify-Accounts, die nonstop die gewünschten Songs hören.

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