Zum Hauptinhalt springen

Eine Ode an die Wunde

Eigentlich wollte Björk ihr neues Album im März veröffentlichen. Hacker kamen ihr zuvor: Seit Anfang Woche ist «Vulnicura» offiziell erhältlich. Es ist ein meisterhaftes Album über ihre Scheidung.

Björk in Latex und mit offener Wunde. In «Vulnicura» vertont sie die Geschichte einer Scheidung. Foto: PD
Björk in Latex und mit offener Wunde. In «Vulnicura» vertont sie die Geschichte einer Scheidung. Foto: PD

Die Popgeschichte kennt viele Platten, die Trennungen verarbeiten. Man spricht in solchen Fällen vom «Break-up-Album». Aus den Interviews entnimmt man dann Tiefschürfendes und die Diagnose, der so und so alte Sänger sei ­erwachsen geworden – ein verlässliches Anzeichen für Langeweile. Björk wird dieses Jahr 50, und auf «Vulnicura» singt sie über die Trennung von ihrem Mann, dem Künstler Matthew Barney. In Gesprächen soll sie spontan weinen. Doch wer jetzt davonrennt, verpasst einen aufregenden Moment in Björks Werk.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.