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Ein Hauch von Melancholie und Chaos

Das Aushängeschild des europäischen Jazz ist verstummt: Zum Tod des Jazztrompeters Kenny Wheeler.

Hintergründig, gehaltvoll, scheinbar auf Existenzielles verweisend: Kenny Wheelers Ton.
Hintergründig, gehaltvoll, scheinbar auf Existenzielles verweisend: Kenny Wheelers Ton.

Mühelos spielte er in höchste Höhen, und doch wollte er dabei die Trompete keinesfalls zum fanfarenhaften Funkeln bringen wie so viele andere Vertreter seines Instruments im Jazz, von Louis Armstrong bis zu Maynard Ferguson: Kenny Wheeler, 1930 in Kanada geboren, seit 1952 in London lebend, hat die Trompete bzw. das Flügelhorn vielmehr als ein Instrument der Melancholie definiert. Auf diese Weise ist er einmalig geworden. Auf diese Weise hat er sich auch eine Hörerschaft geschaffen, die seinem aufs erste Ohr erkennbaren Spiel teils fast suchtartig verfallen war.

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