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Die Schattenseite des amerikanischen Traums

Mr. Byrne, glauben Sie ernsthaft, dass Sie ausserhalb Ihrer Filterblase mit «Reasons To Be Cheerful» jemanden erreichen können?

Das wird häufig gesagt. Allerdings führen Zukunftsängste nicht bei allen Menschen automatisch zu Rassismus und Nationalismus.

Ihr neues Album heisst «American Utoptia». Eine solche lag der amerikanischen Verfassung zugrunde. Ist der amerikanische Traum überholt?

Aber war der amerikanische Traum nicht schon immer eine reine Utopie, erfunden von weissen Männern für weisse Männer?

Der Rassismus und unser Umgang mit indigenen Völkern sind die Schattenseite und der Konstruktionsfehler des amerikanischen Traums.

David Byrne

Gibt es für Sie einen historischen Punkt, der diese Wende markiert?

Weil sich Menschen nicht dauerhaft unterdrücken lassen?

Geben Sie auf «American Utopia» eine Antwort auf diese Frage?

Woher nehmen Sie selbst diese Hoffnung?

Sie wurden in Schottland geboren, leben aber seit mehr als 40 Jahren in New York. Steht der Wandel der Stadt seit den Siebzigerjahren exemplarisch für die generelle Entwicklung in den USA?

New York kommt mir wie ein Spielplatz für Reiche vor. Aber ich bin nicht in der Position, mich darüber zu beschweren. Ich gehöre ja selbst dazu.

David Byrne

Dennoch entstand unter diesen Bedingungen eine faszinierende, sich gegenseitig inspirierende Kunst-, Film- und Musikszene.

Das Elend wurde insbesondere in Manhattan über die Jahre ausgelagert. Man muss sehr genau hinsehen, um es noch zu erkennen.

In Ihrer persönlichen Geschichte gibt es eine Konstante: Seit dem zweiten Talking-Heads-Album arbeiten Sie immer wieder mit Brian Eno zusammen, so auch auf «American Utopia». Worin liegt Ihr persönliches Erfolgsgeheimnis?

Macht es Freundschaft eigentlich schwieriger oder einfacher, auch mal Kritik an Ideen des anderen zu äussern?