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Die New-Wave-Secondos

In der Musik der Luzerner Gruppe Les Yeux Sans Visage wird der New-Wave-Zeitgeist auf himmeltraurig-schöne Weise wiederbelebt.

Lustvolles Wundschürfen der Seele: Les Yeux Sans Visage.
Lustvolles Wundschürfen der Seele: Les Yeux Sans Visage.
zvg

Alt ist das neue Neu, nach dieser Losung funktioniert die Musikindustrie nun schon seit längerem. Nachdem die Sixties und Seventies einigermassen ertragsarm durchgeorgelt wurden, ist man nun seit einiger Zeit dabei, den nächsten Brocken zu rezyklieren: den altehrwürdigen New Wave der späten Siebziger- und frühen Achtzigerjahre. Keine ausgesprochen fröhliche Zeit war das. Die Parole der Epoche lautete «No Future» – Zukunft ist nicht, eine Lebensmaxime, welche die Waver mit einer wehleidig-obskuren Romantik auszustaffieren beliebten. Der New Wave war die Antithese zum betrunkenen Partytum des Punks. Anstatt wilde Feste zu feiern, suhlte man sich im Weltschmerz, fand in der Melancholie Trost für die Unbill, welche das selbst gewählte Aussenseitertum so mit sich brachte.

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