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«Die Musik ist das Salz, nicht der Zuckerguss»

Im Vorfeld des internationalen Kirchenmusikkongresses, der heute in Bern beginnt, hat sich der Könizer Andreas Marti Gedanken darüber gemacht, welche Musik in die Kirche passt.

«Wir sollten nicht auf das erneuernde Potenzial von Kirchenmusik verzichten», sagt der Berner Theologe und Musiker Andreas Marti.
«Wir sollten nicht auf das erneuernde Potenzial von Kirchenmusik verzichten», sagt der Berner Theologe und Musiker Andreas Marti.
Valérie Chételat

Kultische Musik spielt in vielen Religionen eine Rolle. In christlichen Gottesdiensten fällt auf, dass neben geistlicher Musik auch Pop, Schlager, Jazz und Volksmusik Einzug halten. Man will ein breiteres, jüngeres Publikum in die Kirche locken. Wie stehen Sie als Kirchenmusiker und Theologe zu dieser Entwicklung?

Es gibt keine falsche Musik in der Kirche. In der aktuellen Diskussion um das Verhältnis von Gottesdienst, Kirche und Musik wird stets für Vielfalt plädiert. Allerdings stört mich, dass die Kirche vor lauter Toleranz auf verbindliche Kriterien verzichtet. Dann schadet Popularität in der Musik mehr, als dass sie etwas bringt.

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