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«Selbst ein Simon Rattle wird davon überwältigt»

Star auf allen grossen Bühnen Europas – und Propagandafigur des sozialistischen Venezuela: Gustavo Dudamel, hier während des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker (1. Januar 2017)
Der Dirigent als Celebrity: Dudamel mit Thomas Gottschalk. (23. April 2012)
Pumpte viel Geld in «El Sistema»: Venezuelas früherer Staatschef Hugo Chávez. Dudamel dirigierte das Konzert an Chávez' Beerdigung. (27. September 2010)
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Das Simón Bolívar Orchestra wird auf der ganzen Welt bejubelt. Welchen Eindruck haben Sie von ihm?

Dirigent Gustavo Dudamel hat sich bis heute nicht von Nicolás Maduro oder Hugo Chávez distanziert.

Wie nahe war er Chávez, wie nahe ist er Maduro?

Dudamel und die Seinen wurden kaum hinterfragt, wenn sie durch Europa tourten. Sie zitieren auf Ihrer Homepage den Stardirigenten Simon Rattle mit der Aussage, «El Sistema» sei «das wichtigste Ding in der Musik, weltweit». Woher diese Verblendung?

Wie meinen Sie das?

«El Sistema» sollte nicht nur Propaganda aus dem Orchestergraben heraus betreiben, sondern den Kindern spielerisch Werte wie Solidarität vermitteln, ihnen Hoffnung machen. Hunderttausende Kinder besuchten seine Musikschulen.

Wird «El Sistema» die gegenwärtige Krise Venezuelas überleben?