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Der Hip-Hop-Streber

Das Album «Watch the Throne» gilt als Hip-Hop-Ereignis des Jahres und markiert eine Wachablösung im Rap-Genre. Warum Jay-Z von gestern - und Kanye West der Mann der Zukunft ist.

Das Cover ist ganz in Gold und Glanz gehalten, der Titel ebenso stolz: «Watch the Throne» heisst das Album, das den regierenden König des Hip-Hops mit seinem Kronprinzen vereint und eines der meistverkauften und vor allem meistbeachteten Hip-Hop-Alben des Jahres werden dürfte. Mit Superlativen jedenfalls wird nicht gespart. König und Kronprinz hätten sich hier zusammengefunden, das Resultat ihrer Zusammenarbeit könne genauso wenig als Hip-Hop-Genrewerk bezeichnet werden, wie die Zusammenarbeit der Beatles und der Stones im Jahr 1969 bloss eine Rockplatte gewesen sei, hiess es im Tagi, «Elefantenhochzeit des Hip-Hop» titelte die Basler Zeitung. Tatsächlich: Kanye West und Jay-Z sind die beiden Adressen, an die in den vergangenen Jahren die stolzesten Hoffnungen auf eine Renovation eines Genres gesendet wurden, das vor allem in der Leere seiner Grosskotz-Allüren zu drehen scheint.

Der König dankt ab

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