Der grosse Nuschler bekommt ein Denkmal

Fans von Udo Lindenberg wollen in seiner Geburtsstadt Gronau eine überlebensgrosse Statue des Sängers enthüllen – in einem Kreisverkehr.

Bekommt ein Denkmal: Udo Lindenberg (13. November 2013).

Bekommt ein Denkmal: Udo Lindenberg (13. November 2013).

(Bild: Keystone)

Fans von Udo Lindenberg wollen am 16. Mai in seiner Geburtsstadt Gronau im Münsterland eine überlebensgrosse Statue enthüllen. «Ob Udo einen Tag vor seinem 69. Geburtstag zur Eröffnung kommt, steht noch nicht ganz fest» heisst es von den Initianten

«Wie das Denkmal aussieht, verraten wir erst dann», sagt Günter Max Morlock, der zusammen mit sechs weiteren Udo-Fans die Idee für das Denkmal als Privatinitiative umgesetzt hat. Finanziert wird das Projekt durch Spenden. In den Gremien der Stadt wurde der Vorschlag begeistert durchgewinkt. Der Verkehrsausschuss verabschiedete ihn im vergangenen Jahr einstimmig.

3 Meter gross, 250 Kilo schwer

Der Koloss soll rund drei Meter gross sein, mehr als 250 Kilogramm wiegen und in einem Kreisverkehr stehen. Aber nicht an irgendeinem Kreisverkehr, der Ort ist mit Bedacht ausgewählt. Ganz in der Nähe war die ehemalige Gaststätte Schützenhof, in der Udo zum ersten Mal am Schlagzeug sass und damit seine Karriere als Musiker startete. Auch sein Geburtshaus steht nur wenige hundert Meter entfernt.

Die Statue aus Bronze wird laut den Initiatoren aktuell noch in einer Giesserei in Belgien hergestellt. So viel verraten die Fans: Das Denkmal soll Udo in einer seiner typischen Posen zeigen. Alles sei mit dem Sänger («Sonderzug nach Pankow») abgestimmt. «Erst wollte er nicht, war ihm zu viel Personenkult», sagt Morlock - dann habe er aber sein OK gegeben.

Grosse Party geplant

Ihn und seine Kumpel nennt Lindenberg in seiner gewohnt schnoddrigen Art «Die Gronauten». Sie sind seit Jahrzehnten Anhänger des Sängers und seines Panikorchesters. Die Enthüllung des Denkmals war ursprünglich bereits für Oktober 2014 angesetzt. «Für diesen Termin hatte Udo bereits fest zugesagt», sagt Morlock. Jetzt ist für Mai eine grosse Party geplant. Singen soll dann ein Lindenberg-Imitator. Udo könne ganz locker seine eigene Feier geniessen.

Gronau hatte den berühmtesten Sohn der Stadt 1989 mit dem Kulturpreis ausgezeichnet und den Vorplatz vor dem 2004 eröffneten Rock- und Pop-Museum nach ihm benannt. Lindenberg verliess die Stadt als Jugendlicher nach der mittleren Reife und arbeitete in Düsseldorf in einem Hotel.

sda

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